| Die Latvijas valsts meþi AG hat schon mit dem Beginn ihrer Tätigkeit im Jahr 2000 die Züchtung eines qualitativen Pflanzmaterials für die künstliche Walderneuerung entwickelt.
Im Jahr 2000 wurde mit der Einführung der in der Welt anerkanntesten Technologien der Herstellung von Reproduktionsmaterialien in der Struktureinheit Saatgut und Jungpflanzen der LVM AG angefangen:
- Bearbeitung und Aufbewahrung von Zapfen und Waldsamen,
- Züchtung des Pflanzmaterials für Wälder.
Unter Verbindung der Selektionsergebnisse der Latvijas valsts meþi AG mit den in der Welt progressivsten Technologien der Samengewinnung werden Waldsamen von höher Qualität gewonnen, dessen Keimfähigkeit 98 %, aber in einigen Fällen sogar – 100 % erreicht.
Die Zapfen werden in der Zapfendarre von Kalsnava mit den von der schwedischen Firma BCC AB hergestellten höchstqualitativen Anlagen verarbeitet.
In der Herstellung des Pflanzenmaterials für Wälder sind in Lettland zwei neue Technologien eingeführt worden:
1. Rahmen- oder Kontainerpflanzen, bei denen der Herstellungsprozess mit der Kassettenfüllung, Saat und Mulchung beginnt. Der genannte Prozess wird auf ein modernes automatisches Laufband für Füllung und Saat durchgeführt.
Der weitere Keimprozess findet in modernen Plastiktreibhäusern unter Berücksichtigung eines besonderen Gieß- und Temperaturkontrollmodus.
Wenn die Samen gekeimt sind, werden die Kassetten mit besonderen Frontladern nach draußen zu den Züchtungsplantagen gebracht, wo unter Berücksichtigung des Feuchtigkeitsmodus, sowie eines zusätzlichen Düngungs- und Pflanzenschutzmodus das Pflanzmaterial bis zur Realisation gezüchtet wird.
Das Feuchtigkeitsmodus, sowie das zusätzliche Düngungs- und Pflanzenschutzmodus werden mit besonderen – auf Schienen zu transportierbaren – Gießstäben gewährleistet.
In dem gesamten Herstellungsprozess wird ein umweltfreundliches Verhalten berücksichtigt – die Dünge- und Pflanzenschutzmittel werden nur auf einem konkreten Pflanzenteil verwendet, so gelangen sie in das Bodensubstrat. Das aus dem Moor gewonnene Torfsubstrat gelangt nach dem Züchtungszyklus zusammen mit der Jungpflanze im Wald, d.h. zurück in seiner Umgebung.
2. Nacktwurzel-Pflanzen mit einem verbesserten Wurzelsystem, bei dem der Herstellungsprozess ähnlich wie bei den Rahmenpflanzen anfängt, aber bei dem nach der Keimung und Züchtung im Treibhaus die Pflanzen im Sommer und im Herbst desselben Jahres in ein offenes Feld umgepflanzt (umgeschult) werden.
Die Umschulung wird mit besonderen in Finnland hergestellten Maschinen für die Umschulung von Kontainerpflanzen durchgeführt, die eine gerade Einsetzung der Pflanze gewährleisten. Das Ergebnis sind dann Nacktwurzelpflanzen und ein vielseitig entwickeltes Wurzelsystem. Nach der genannten Technologie werden Fichten für schnell zuwachsende Gebiete gezüchtet, wo ein großes Pflanzmaterial notwendig ist.
Die beiden genannten Technologien gewährleisten die Verwendung von Jungpflanzen von höher Qualität für die künstliche Walderneuerung und für die Bewaldung von landwirtschaftlich nicht zu verwendbaren Flächen. |