| Gründung
Die staatliche Aktiengesellschaft Staatswald Lettlands oder die Wald AG (WAG) wurde aufgrund der im Oktober 1999 vom Ministerkabinett der Republik Lettland erlassenen Verordnung gegründet.
Unverzüglich wurde mit der Zusammenstellung des Personals begonnen und ab 2000 war das Unternehmen in Arbeitsbereitschaft. Schon am 3. Januar wurde der erste Holzschlag verkauft, wodurch die Kontinuität des Holzflusses für einen der wichtigsten Volkswirtschaftszweige Lettlands – die holzverarbeitende Industrie – gesichert wurde. Es war nötig, die bisherigen Abmessungsprinzipien der wachsender Bäume völlig zu ändern, das System der Holzschlagwertung kardinal umzugestalten, um objektive Daten über die Umfänge der zu gewinnenden Sortimente zu erlangen. Damals wurde mit der Systematisierung der analytischen Daten über den Holzmarkt begonnen, ein Verfahren zur Preiszusammenfassung von Holzsortimenten in den Regionen Lettlands ausgearbeitet, Kosten der Forstnutzung erforscht und analysiert. Diese Maßnahmen gaben die Möglichkeit, einen beträchtlichen Umfang wirtschaftlicher Information zu speichern, die der WAG auch jetzt nützlich ist.
Die nächste Entwicklungsetappe der WAG ist mit November 2001 und den folgenden Monaten verbunden, als die Notwendigkeit nach Änderungen in der Struktur der WAG entstand. Eine Lösung wurde gefunden, indem die WAG zum konzernähnlichen Unternehmen umgestaltet wurde. Diese inneren Umwandlungen ermöglichen eine bessere Planung der Finanzressourcen, eine erfolgreichere Erstellung der Berichte über die wirtschaftliche Tätigkeit, eine präzisere Formulierung der Ziele für jeden Tätigkeitsbereich sowie die Durchführungskontrolle dieser Maßnahmen.
Zur Zeit verwaltet die WAG das dem Staat gehörende, kommerziell nutzbare Waldeigentum und entwickelt neben der Waldbewirtschaftung, einschließlich Holzvertrieb, auch andere Tätigkeitsbereiche: Jagd- und Rekreationsdienstleistungen sowie Produktion von selektioniertem Baumsaatgut und Waldpflanzen zur Erneuerung der Wälder.
Die WAG realisiert die Interessen des Staates in Bezug auf die Waldbewirtschaftung, indem sie die Erhaltung und Erhöhung der Waldwerte und die maximal möglichen Einnahmen sichert.
Uìis Rotbergs, Leiter der WWF Lettland: „Mit der Gründung der WAG sind Voraussetzungen geschaffen worden, damit die Forstwirtschaft in den lettischen Staatswäldern sich auf die Prinzipien der Unternehmertätigkeit stützen kann bzw. Geld in das Unternehmen investieren und daraus ökonomischen Nutzen in der Zukunft ziehen kann. Nach der Trennung der Aufsichts- und Wirtschaftsfunktionen ist es möglich geworden, in dem Forstsektor sowohl Interessenkonflikte zu vermeiden, als auch den Einfluss der Korruption zu mindern. Natürlich bleiben große Aufgaben auch für die Zukunft. Man könnte sagen, die Wälder hatten einen Wert gleich Null, als sie von der WAG ohne Bewertung übernommen wurden, daher muss eine Werteskala über gute Forstwirtschaft und über den Wert des Waldes im Allgemeinen im Bewusstsein der Öffentlichkeit geschaffen werden. Die Gesellschaft muss einsehen, welchen Nutzen sie von dem Waldeigentum – sowohl im staatlichen, als auch im privaten Sektor – ziehen kann, und möglichst viel in den Wald investieren, um seinen Wert zu steigern und den Fluss von Waren und Dienstleistungen in einer immer höheren Qualität zu sichern.“
|